Lüften von Räumen

Wichtigste Schutzmaßnahme vor Coronaviren wird das Lüften von Büros und Räumen, da Aerosole das Hauptproblem sind. Die Virenlast soll gering gehalten werden. Empfehlungen der Bundesregierung siehe Link unten.

Nur ein hoher Luftaustausch senkt die Virenlast, schützt vor Ansteckung durch die Viren, die sich in der Raumluft in der Schwebe halten.

 

Die BGN hat es auf den Punkt gebracht: Thermische Unbehaglichkeit müssen Sie zu Gunsten des Gesundheitsschutzes in Kauf nehmen.

 

Oder anders ausgedrückt: Zugluft muss hingenommen werden, um nicht angesteckt zu werden. Auch wird es zu Fußkälte kommen.

 

Klimaanlagen und technische Lüftungsanlagen sollen mit möglichst viel Zuluft (Frischluft) und wenig Umluft gefahren werden. In den meisten Fällen werden die Filter dieser Anlagen Viren nicht herausfiltern können. Was für Bakterien gilt trifft für Viren noch lange nicht zu. Denn diese sind 10fach kleiner.

 

Büroräume sollen dreimal stündlich stoßgelüftet werden. Querlüftung geht am schnellsten, kühlt den Raum am wenigsten ab.

 

Flure in Schulen müssen besonders gut gelüftet werden, damit die Klassenzimmerlüftung schneller erfolgt.

 

Bevor ein Raum betreten wird soll dieser mindestens 15 Minuten gelüftet werden.

 

Hotelzimmer sollten mindestens 30 Minuten stoßgelüftet werden, bevor das Reinigungspersonal seine Arbeit aufnimmt. Also Räume nur kurz zum Lüften betreten und gleich wieder die Räume verlassen.

 

In einem Gebäude, ob Schule oder private Wohnung oder privates Haus, ergibt sich nach Stunden in allen Räumen die gleiche CO2-Konzentration, wenn die Innentüren geöffnet bleiben. In allen Etagen stellt sich die gleiche Konzentration ein.

 

Die wirksamste Lüftung ist Stoßlüftung mit Querlüftung, also Erzeugung von Durchzug.

 

Stand: 18.10.2020

 

Lüftungsmaßnahmen im Pkw

1000 ppm CO2 sollen erheblich unterschritten werden, für Schulen wurde ein Wert von 700 ppm festgelegt. Diese Vorgaben können in einem Pkw leicht eingehalten werden, wenn zwei Personen zusammen fahren. Eine Ansteckung ist über Aerosole also unwahrscheinlich.

 

Voraussetzung ist, dass die Lüftung mäßig eingestellt wird. Und zwar gerade so stark, dass keine Zuglufterscheinungen eintreten. Denn Bindehautentzündungen durch zu starke Zugluft sind eher nicht gewünscht. Leichte Luftbewegung muss aber zu spüren sein. Das belegt u.a. folgende Messkurve bei einer Fahrt von etwa 40 Minuten, Außentemperatur etwa 14°C bei heiterem bis sonnigem Wetter, also trockener Außenluft. Die nur leicht abfallende Feuchtigkeitskurve belegt eine nur mäßige Lüftung. Diese Lüftungsmaßnahme reicht aus, um den CO2-Wert nicht ansteigen zu lassen.

 

Fahrzeuge sollten vor jedem Fahrtantritt kurz (1 Minute) durch geöffnete Türen gelüftet werden. Das gilt besonders für Dienstfahrzeuge, da man vermutlich nicht weiß, wann zuletzt das Fahrzeug gefahren wurde.

Stoßlüftung bei sehr niedriger Ausgangsbelastung:

Stoßlüfung bei mäßiger Ausgangsbelastung:

Besprechung von zwei Personen in großem Konferenzraum mit zwei Türlüftungsphasen, ein Fenster gekippt:

 

In der Zeit der Pandemie ist ein Zielwert von 700 ppm CO2 anzustreben.

 

Mit anderen Worten, 700 ppm sollen zu keiner Zeit überschritten werden.

 

 

 

 

 

Wird nicht stoßgelüftet, muss permanent gelüftet werden. Typisches Beispiel dafür sind Restaurants ohne technische Lüftung.

 

Die Überprüfung der Wirksamkeit ist mit einfachem Mittel mittels einer Kerze möglich. Diese muss sich bewegen oder flackern, so wie im Bild angedeutet.

Infektionsschutzgerechtes Lüften - 2020.
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Coronavirus - Lüften in Räumen - BGHM 20
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Lüftungsverhalten - BG Verkehr 2020.pdf
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Coronavirus - Raumlufttechnische Anlagen
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Coronavirus - Handlungshilfe Lüftungstec
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