Coronavirus - Infos für Unternehmen

Nicht Anhusten ist die wichtigste Schutzmaßnahme für den Nahbereich, also immer beim Husten abwenden.

 

Lüften ist die wichtigste Schutzmaßnahme für den Fernbereich, also gegen Einatmen von Aerosolen in der Raumluft.

 

Die Arbeitsschutzregel SARS-CoV-2 von August 2020 und aktualisiert vom 22.02.2021 fordert erheblich stärkeres Lüften als in der ASR A3.6 beschrieben empfohlen.

 

Die Unfallkassen fordern für Schulen, dass 700 ppM CO2 nicht überschritten werden.

 

In Schulklassen muss dreimal stündlich 3 Minuten gelüftet werden.

 

Im privaten Wohnzimmer muss zweimal stündlich 3 Minuten gelüftet werden.

Seit dem 23.01.2021 sind Alltagsmasken (selbstgenähte Stoffmasken) an Arbeitsplätzen nicht mehr zulässig. Arbeitnehmer dürfen diese nicht mehr tragen. Das hat die neue Arbeitsschutzverordnung SARS-CoV-2 gebracht.

 

Die neuen Varianten sind keinesfalls hochansteckend. Sie erhöhen lediglich die Ansteckungsgefahr, vermutlich weil sie länger infektiös sind.

 

 

Hier der Link zu den aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität.

 

Hier der Link zur Statistik der Geimpften weltweit.

 

Hier der Link zur Statistik der Geimpften des RKI.

 

Hier der Link zu den aktuellen Zahlen von Schleswig-Holstein.

 

         Das Dashboard mit den aktuellen Zahlen des RKI direkt.

Informationen des Landes Schleswig-Holstein finden Sie hier.
Alles Wissenswerte über FFP2-Masken finden Sie bei der BGW.

 

Man kann über die Infektionsschutz-Maßnahmen bzgl. SARS-CoV-2 nörgeln und jammern, sie nach Kräften unterlaufen, man kann aber auch in Eigenverantwortung dazu beitragen, dass sie weniger werden und bald enden.

 

Der Weg zurück nach vorn zur neuen Normalität führt über weniger Infektionen. Der einfachste Weg, eine Ansteckung und ein Weitergeben der Virus-Infektion zu vermeiden, ist: größtmöglicher ABSTAND, KURZE Kontakte, so WENIG verschiedene Kontakte wie es nur geht, GESCHÜTZTE Kontakte mit FFP2. Und wenn Kontakte in Räumen stattfinden, gilt an Arbeitsplätzen wie besonders in den privaten Räumen, zwei bis dreimal stündlich 3 Minuten LÜFTEN. Was hilfreich wäre: für sich selbst ein KONTAKT-TAGEBUCH führen, WEN man WANN getroffen hat. Dann kann man im Falle einer Infektion andere informieren und die weitere Infektions-Weitergabe verhindern.

 

                                    A  L  M =


                                             
Abstand
                                                               Lüften
                                                                             
Maske

 

    Vergessen Sie endlich die AHA-Regel, sie ist überholt!! Das H darin ist überflüssig, lenkt nur vom Wesentlichen ab.

    Lüften ist um ein Vielfaches wichtiger als Händehygiene.

 

Ich führe gern Unterweisungen zum Thema Coronaschutz durch. Ich überprüfe messtechnisch Ihre Lüftungsmaßnahmen und berate gern.

 

Aerosolbelastung ist um so größer, je länger Sie sich in einem Raum aufhalten, indem ein Virenträger sich mit ihnen aufhält oder aufhielt. Am nächsten Tag kann die Virenlast nicht mehr krank machen. Entscheidend ist auch, wie lange Sie ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht führen.

 

Derzeit vermutet man eine Dunkelziffer der Infizierten um den Faktor 10. Es sind also 10-mal mehr Personen infiziert als vom RKI täglich vermeldet. Wir müssen also weiterhin damit rechnen, dass jede 30. bis 40. Person Coronaviren mit sich führt.

 

Auf jede erkannte Infektion kommen grob geschätzt 10 nicht erkannte Virusträger, da die Rückverfolgung derzeit nicht funktioniert. Sie läuft zu langsam und wegen fehlender Personalkapazitäten nicht intensiv genug und nicht schnell genug. Nur 1/6 der bekannten Fälle kann das RKI zurückführen, 80 % der Fälle haben also einen unbekannten Ansteckungsort. Man vermutet stark die privaten Räume. Die Stadt Kiel beziffert es mit ca. 50 %, also der Hälte aller Fälle. Es fehlt eine funktionierende App für Smartphones.

 

Die Infektionstreiber sind also die privaten Zusammenkünfte und (unerlaubten) Feiern im privaten Wohnzimmer. Viele Virologen sprechen das aus. Ich empfehle allen eine Wetterstation mit CO2-Anzeige. Es gibt auch Geräte, die nur die CO2-Konzentration anzeigen. Die gleiche Wirkung hätte ein Wecker, der alle 30 Minuten zur Lüftungspause auffordert. Und dann jeweils 2-3 Minuten Stoßlüftung mit Querlüftung vornehmen. Das würde die Konzentration der Viren in der Luft in Schach halten. Superspreading-Events würden damit verhindert - als auch die meisten Ansteckungen. Ohne Superspreading wäre das Ende der Pandemie in Sicht. Leider verhalten sich immer mehr Menschen in ihrer Freizeit falsch. 

 

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Verhaltenstipps für nichtmedizinisches Personal:

  • Bei Verdacht einer Corona-Krankheit telefonische Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gliederschmerzen nennen viele positiv Getestete, sind eindeutige Verdachtszeichen. Und sie hatten keine weiteren Beschwerden oder klassische Symptome.
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, beim Husten oder Niesen niemals Hand vor den Mund nehmen. Niemals in die Hand niesen. Und auf gar keinen Fall in Richtung einer anderen Person Husten oder niesen, auch wenn die Hand vor den Mund gehalten wird. Das wäre grob fahrlässig bis ignorant
  • Abstand so groß halten, dass der Atem des anderen nicht eingeatmet wird, besonders beim Sprechen, und wenn dann nur kurzzeitig. Mindestabstand von 1 m ist bei Gesprächen rigoros einzuhalten. 1 m von Nase zu Nase ist der Corona-Faktor!
  • Die Ansteckungsrate in Räumen wird immer noch unterschätzt, die Rate im Freien völlig überschätzt
  • Fast alle Infektionen erfolgen innerhalb von Räumen, vor allem offensichtlich in Privaträumen bei gemütlichem Beisammensein oder unerlaubten Familienfeiern
  • Wenn man sich zu nah kommt nicht reden! Und niemals, wirklich niemals anhusten!
  • Hände weg vom Gesicht - das gilt besonders beim Husten, Dieses machen viele Menschen immer noch falsch. Immer abwenden, damit der Gegenüber den Virenstrom nicht abbekommt
  • Menschenansammlungen meiden wie in Pausenräumen, Teeküchen, Kantinen. Auch hier auf Abstand achten, Räume immer gut lüften
  • Büroraum mindestens dreimal stündlich gut lüften. Also Stoßlüftung am besten immer mit Querlüftung
  • Besprechungsräume oder bei Meetings besonders gut lüften, häufig lüften, Teilnehmerzahl der Grundfläche des Raumes anpassen, Lüftungspausen von 2-3 Minuten einlegen, nicht länger, da der Raum sonst zu stark auskühlt, besser öfters lüften. Bei 2-3 qm pro Person wird es mühsam. Bei 4-5 qm ist häufiges Lüften angesagt. Bei über 7 qm wird es entspannter, halbstündlich bis stündlich stoßlüften bei einem gekippten Fenster. Über 10 qm pro Person sind anzustreben
  • Während Besprechungen oder Meetings ist es angeraten, immer ein Fenster gekippt zu haben
  • Die Personenzahl pro Raum, bei Besprechungen z.B., ist zu überdenken und möglichst gering zu halten
  • Praktikable Abstandsregeln in Meetings: Schulter zu Schulter 1,0 m Abstand, face to face 1,5 m Abstand. Das Restrisiko ist dann gering. Das werden wir in den nächsten Jahren einhalten müssen. Immer aber mehr als 1,0 m Abstand von Nase zu Nase einhalten. Weniger ist inakzeptabel
  • Technische Lüftungsanlagen auf Hochleistung drehen, möglichst wenig Umluftanteil. Geeignete Filter gemäß VDMA beachten
  • Bei allen Lüftungsmaßnahmen als auch Personenbeschränkungen im Raum geht es darum, die Virenkonzentration in der Atemluft gering zu halten. Man spricht von Virenlast. Es geht also um die Verdünnung in der Atemluft. Das Maß für eine schädigende Konzentration ist unbekannt, also gilt Vorsorge. Die Übertragungsrate scheint enorm hoch zu sein. Sie steigt mit der Aufenthaltsdauer in einem Raum. Der Virenträger kann schon lange den Raum verlassen haben

Verhaltenstipps für medizinisches Personal:

  • Fast die gleichen wie oben
  • Hygienepläne und Desinfektionspläne beachten
  • Hände desinfizieren ist im medizinischen Bereich erforderlich. Hände waschen ist nur zusätzlich sinnvoll, da es nicht nur um Viren geht, außerdem ist häufiges Hände waschen aus Gesundheitsgründen abzulehnen. Da sind sich die BGW (Krankenhäuser, Pflegeheime, Ärzte) und BGN (Bäckereien) einig.
  • Wegen häufigem Händewaschen und häufigem Hände desinfizieren extrem oft die Hände eincremen mit den Produkten zu festgelegten Anlässen entsprechend Hautschutzplan
  • Arbeiten am Coronapatienten nur mit FFP2-Atemschutzmaske und mit Schutzbrille, besser mit Visier. Diese muss dichtschließend und keine Schickimickibrille sein. Ein Visier hat einen besseren Tragekomfort. Raum häufig mit Querlüftung lüften. Oder der Raum hat eine gute technische Raumluftanlage, die richtig eingestellt ist. Der VDMA gibt gute Empfehlungen
  • Die Kombination Visier und FFP2-Maske ist sehr wirkungsvoll. Für Erzieher*innen in Kindergärten ist ein Visier eine gute Wahl
  • Bei Tätigkeiten am Coronapatienten mit hoher Gefährdung Visier und filtrierende Atemschutzmaske tragen. Raumlufttechnische Anlage mit möglichst wenig Umluft betreiben, geeignete Filter gemäß VDMA einsetzen (https://aig.vdma.org)

 

Verhaltenstipps für Laborpersonal:

 

Meine wesentlichen Informationsquellen finden SIe unter "Informatives zum Coronavirus"

 

Stand: 01.03.2021

 

rotronic-Messgerät

für CO2-Messungen.

 

Speichert Dauermessungen und Einzelmessungen.

 

Lüftungsmaßnahmen wegen Coronaviren können orientierend überprüft werden.

 

 

 

 

Der Corona- Kompass,

von Prof. Alexander Kekulé.

 

Spannende Lektüre eines Fachmanns für Virologie und Epidemiologie. Informationsstand Ende Oktober 2020.

Wie weitere Lockdowns mit seinem SMART-Konzept verhindert werden könnten.

 

Unsere GroKo folgt leider nicht seinem pragmatischen Konzept.

 

Telearbeit - Homeoffice

Derzeit wird viel von Telearbeit gesprochen, Mitarbeiter werden in das Home-Office wann immer möglich geschickt. Es handelt sich dabei nicht um die klassische geplante Telearbeit sondern wegen der Ausnahmesituation um eine gewählte mobile Arbeit. Damit gilt nicht die Arbeitsstättenverordnung für diese Arbeiten, die nur vorübergehend erfolgen dürfen. Es ist also kein Dauerzustand.

 

Stellungnahme des DGUV (unveränderter Originaltext laut Newsletter):

 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht.

In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

 

 

Weitere Informationsquellen zur aktuellen Lage für Unternehmen, Beschäftigte und sonstige Leser