Coronavirus

Informationen zur aktuellen Lage für Unternehmen, Beschäftigte und andere Leser. Ich führe gern Unterweisungen zum Thema Coronaschutz durch.

 

Wichtigste Schutzmaßnahme ist das Lüften in Räumen und in Pkw. Schmierinfektion ist vernachlässigbar. Also sind Hände waschen und Händedesinfektion als auch Desinfektion von Gegenständen weniger wichtig, evtl. nahezu unwichtig. Desinfektionsmaßnahmen lenken von der wesentlichen Schutzmaßnahme ab: dem Lüften!

 

Wir müssen weiterhin konsequent handeln und Abstand halten. Wichtiger aber ist die Zeitkomponente. Entscheidend ist, wie lange sich ein Coronavirenträger in einem Raum aufgehalten hat. Lüftungsmaßnahmen werden deshalb zur wichtigsten Schutzmaßnahme, nicht das Abstand halten. Besonders die privaten Zusammenkünfte und Chorgesänge müssen auf Sparflamme gehalten werden. Infektionen im Freien sind nachrangig zu betrachten. Der Sommer kommt uns zu Hilfe und bremst die Infektionszahlen. Ein Absinken auf Null ist aber nicht mehr zu erwarten. Zum Herbst werden also die Infektionszahlen wieder ansteigen. Wir werden mit diesem Virus und mit Schutzmaßnahmen leben müssen, bis wir alle geimpft sind. Das Thema wird uns also intensiv noch bis ins nächste Jahr hinein verfolgen. Die Pandemie ist keineswegs beendet - die Schutzmaßnahmen haben gegriffen. 

 

Auf jede erkannte Infektion kommen grob geschätzt 5 nicht erkannte Virusträger. Das sind reine Vermutungen bzw. einzelne Aussagen von Virologen.

 

Wir werden (hoffentlich) sehen, welche Lockerungsmaßnahmen falsch waren und zum Ansteigen der täglich Neuinfizierten führen werden. Dieses erkennt man ca. 14 Tage nach einer Lockerungsmaßnahme.

 

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

 

Hier der Link zu den aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität.

Johns-Hopkins-Universität
Johns-Hopkins-Universität

 

 

Verhaltenstipps für nichtmedizinisches Personal:

 

  • Bei Verdacht einer Corona-Krankheit telefonische Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen
  • Absolut kein Körperkontakt mit Kollegen und Besuchern
  • Absolut keine Begrüßungsküsschen
  • Keine Umarmungen
  • Niemandem die Hände schütteln
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, beim Husten oder Niesen niemals Hand vor den Mund nehmen. Die alten Anstandsregeln sind passé
  • Abstand so groß halten, dass der Atem des anderen nicht eingeatmet wird, besonders beim Sprechen
  • Die Ansteckungsrate in Räumen wurde unterschätzt, die Rate im Freien überschätzt
  • Fast alle Infektionen erfolgen innerhalb von Räumen
  • Absolut keine Kontaktsportarten in der Freizeit
  • Zum Schnäuzen abwenden, Einmaltaschentücher bevorzugen
  • Wenn nicht möglich aneinander vorbeiatmen, also versetzt sitzen oder stehen
  • Wenn Abstandsregel nicht eingehalten werden kann, mindestens selbstgenähten Mund-Nase-Schutz tragen. Das ist aber kein sicherer Schutz, nur eine Reduzierung des Risikos. Keine Maske mit Ventil tragen. Eine Maske mit Ventil schützt nur den Tragenden, bietet keinen Schutz für andere
  • Wenn Sie zu dicht aneinander vorbeigehen müssen, halten Sie den Atem an
  • Vergessen Sie Höflichkeitsformen beim Öffnen einer Tür für einen Gast oder jemand anderen, man kommt sich zu nah. Tür öffnen und zurücktreten oder durchgehen und vorgehen. Z.B. an einer Bürotür, oder auch an einer Apothekentür
  • Wenn man sich zu nah kommt nicht reden!
  • Beim Bezahlen nicht Geld, Kreditkarte und Bon persönlich überreichen. Immer ablegen und zurücktreten. Vortreten, nehmen, zurücktreten
  • Nichts in die Hand des Gegenübers geben, man kommt sich in dem Moment zu nah
  • Hände weg vom Gesicht
  • Nicht die Augen reiben
  • Hände häufig waschen, lange einseifen, Viren werden abgespült
  • Menschenansammlungen meiden wie in Pausenräumen, Teeküchen, Kantinen. Auch hier auf Abstand achten, Räume immer gut lüften
  • Büroraum stündlich gründlich lüften
  • Besprechungsräume besonders gut lüften, Teilnehmerzahl der Grundfläche des Raumes anpassen, Lüftungspausen einlegen
  • Technische Lüftungsanlagen auf Hochleistung drehen
  • Falls technische Befeuchtung möglich ist, Feuchtegrad möglichst hoch einstellen, virengetränkte Tröpfchen sinken dann schneller zu Boden
  • Allgemein Menschenansammlungen meiden, dazu rechnen auch Besprechungsrunden, Gruppenstärke überdenken, Teilnehmerzahl evtl. beschränken
  • Bei allen Lüftungsmaßnahmen als auch Personenbeschränkungen im Raum geht es darum, die Virenkonzentration in der Atemluft gering zu halten. Das Maß für eine schädigende Konzentration ist unbekannt, also gilt Vorsorge. Die Übertragungsrate scheint enorm hoch zu sein. Sie steigt mit der Aufenthaltsdauer in einem Raum
  • Besucherbeschränkungen organisieren
  • Persönliche Atemschutzmasken wie auch Mundschutz verlieren bei Durchfeuchtung ihre Wirkung, haben außerdem eine zu hohe Leckrate, sind wenig sinnvoll, wenn es um den eigenen Schutz geht. Denn die Augenpartie ist unbedeckt. Erkrankte müssen diese "Alltagsmasken" oder "Behelfsmasken", wie sie inzwischen bezeichnet werden, in der Öffentlichkeit tragen, um möglichst andere nicht anzustecken.
  • Mundschutz ist kein Eigenschutz, ersetzt nicht die Abstandsregel als auch Lüftungsmaßnahen
  • Hautschutzcremen und Hautpflegecremen sollten wegen der erhöhten Hautbelastung durch das häufige und gründliche Händewaschen allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden, auch in Verwaltungen
  • Beste Erfahrungen habe ich mit den Produkten, damals noch von Peter Greven, heute Peter Greven Physioderm gemacht: mit Ligana-Nutri-safe (vor der Arbeit und für zwischendurch) und Spezialcreme C (nach der Arbeit)

 

Verhaltenstipps für medizinisches Personal:

  • Fast die gleichen wie oben
  • Hygienepläne und Desinfektionspläne beachten
  • Hände desinfizieren ist im medizinischen Bereich erforderlich. Hände waschen ist nur zusätzlich sinnvoll
  • Wegen häufigem Händewaschen und häufigem Hände desinfizieren extrem oft die Hände eincremen mit den Produkten zu festgelegten Anlässen entsprechend Hautschutzplan
  • Arbeiten am Coronapatienten nur mit FFP2-Atemschutzmaske und mit Schutzbrille oder Visier. Diese sollte dichtschließend und keine Schickimickibrille sein. Ein Visier hat einen besseren Tragekomfort
  • Die Kombination Visier und FFP2-Maske ist sehr sinnvoll
  • Bei Tätigkeiten am Coronapatienten mit hoher Gefährdung Visier und filtrierende Atemschutzmaske tragen

 

Verhaltenstipps für Laborpersonal:

 

Hinweise zum Coronavirus (für SARS-CoV-2):

 

Informationen vom Robert-Koch-Institut sind für Deutschland maßgebend. www.rki.de. Oder einfach googeln: rki Corona oder rki Pandemieplanung.
Das Merkblatt für Betroffene in Quarantäne kann vom RKI heruntergeladen werden.

 

 

Wenn wir nicht weiterhin konsequent die Abstandsregelung und die Netiketten einhalten, kann uns die Pandemie immer noch überrollen. Die Ausbreitung erfolgt leider sehr leicht und damit schneeballartig. Der Sommer wird es erschweren aber nicht verhindern können.

 

Infoquellen:

www.rki.de, bundesgesundheitsministerium.de,
Quarks.de,
Focus.de,
WHO,
Prof. Dr. Drosten
(Institutsleiter der Virologie an der Berliner Charité)
Prof. Dr. Helmut Fickenscher
(Leiter des Instituts für Infektionsmedizin am UKSH in Kiel),
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Alexander Kekulé (Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle), 

Prof. Dr. Schmidt-Chanasit, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin,

Prof. Dr. Hendrik Streek (Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung, Universität Bonn),

Prof. DDr. Martin Haditsch, Facharzt Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie COVID-19.

 

Stand: 06.06.2020

 

Rückkehr zur Normalität

Telearbeit

Derzeit wird viel von Telearbeit gesprochen, Mitarbeiter werden in das Home-Office wann immer möglich geschickt. Es handelt sich dabei nicht um die klassische geplante Telearbeit sondern wegen der Ausnahmesituation um eine gewählte mobile Arbeit. Damit gilt die Arbeitsstättenverordnung für diese Arbeiten, die nur vorübergehend erfolgen dürfen, nicht. Es ist also kein Dauerzustand.

 

Stellungnahme des DGUV (unveränderter Originaltext laut Newsletter):

 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht.

In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

 

 

Informationsquellen zur aktuellen Lage für Unternehmen, Beschäftigte und sonstige Leser