Coronavirus

Lüften ist die zweitwichtigste Schutzmaßnahme. DGUV, BGN und einige Virologen sprechen immer deutlicher über Aerosole durch Atmen und Sprechen. Auch hat die neue Arbeitsschutzregel SARS-CoV-2 stärkeres Lüften als in der ASR A3.6 beschrieben empfohlen. Die wichtigste ist, niemanden direkt anzuhusten oder anzuniesen.

 

Der Chef der Ärztekammer, Herr Klaus Reinhardt, hält Oberflächendesinfektion für überflüssig.

 

Informationen zur aktuellen Lage für Unternehmen, Beschäftigte und andere Leser. Ich führe gern Unterweisungen zum Thema Coronaschutz durch. Ich überprüfe messtechnisch Ihre Lüftungsmaßnahmen.

 

Wichtigste Schutzmaßnahme ist das Lüften in Räumen und in Pkw. Hauptgefährdung sind die Aerosole durch Atmen und Sprechen in der Raumluft. Schmierinfektion ist vernachlässigbar, spielt keine Rolle beim Coronavirus. Also sind Hände waschen und Händedesinfektion als auch Desinfektion von Gegenständen weniger wichtig, evtl. nahezu unwichtig. Desinfektionsmaßnahmen lenken unnötig von der wesentlichen Schutzmaßnahme ab: dem Lüften!

 

Wir müssen weiterhin konsequent handeln und Abstand halten. Wichtiger aber ist die Zeitkomponente. Entscheidend ist, wie lange sich ein Coronavirenträger in einem Raum aufgehalten hat oder wie lange ein Gespräch von Anvgesicht zu Angesicht stattgefunden hat. Lüftungsmaßnahmen werden deshalb zur wichtigsten Schutzmaßnahme, nicht das Abstand halten. Infektionsgefahr im Freien ist gering. Der Sommer kam uns zu Hilfe und bremste die Infektionszahlen. Die Infektionszahlen steigen derzeit wieder exponentiell. Wir werden mit diesem Virus und mit Schutzmaßnahmen leben müssen, bis wir alle geimpft sind. Das Thema wird uns also intensiv noch etwa ein Jahr begleiten. Die Pandemie hat sich nicht abgeschwächt - die Schutzmaßnahmen greifen immer noch. 

 

Auf jede erkannte Infektion kommen grob geschätzt 5 nicht erkannte Virusträger, derzeitig mit steigender Tendenz. Das sind reine Vermutungen bzw. einzelne Aussagen von Virologen.

 

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

 

Hier der Link zu den aktuellen Zahlen der Johns-Hopkins-Universität.

Johns-Hopkins-Universität
Johns-Hopkins-Universität

 

 

Verhaltenstipps für nichtmedizinisches Personal:

  • Bei Verdacht einer Corona-Krankheit telefonische Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen
  • Husten und Niesen in die Armbeuge, beim Husten oder Niesen niemals Hand vor den Mund nehmen. Niemals in die Hand niesen. Die alten Anstandsregeln sind passé
  • Absolut kein Körperkontakt mit Kollegen und Besuchern
  • Absolut keine Begrüßungsküsschen
  • Abstand so groß halten, dass der Atem des anderen nicht eingeatmet wird, besonders beim Sprechen, und wenn dann nur kurzzeitig. Mindestabstand von 1 m ist rigoros einzuhalten
  • Die Ansteckungsrate in Räumen wurde völlig unterschätzt, die Rate im Freien völlig überschätzt, wir lernen ständig dazu
  • Fast alle Infektionen erfolgen innerhalb von Räumen
  • Absolut keine Kontaktsportarten in der Freizeit
  • Zum Schnäuzen abwenden, Einmaltaschentücher bevorzugen
  • Wenn nicht möglich aneinander vorbeiatmen, also versetzt sitzen oder stehen
  • Wenn Abstandsregel nicht eingehalten werden kann, mindestens selbstgenähten Mund-Nase-Schutz tragen. Das ist aber kein sicherer Schutz, nur eine Reduzierung des Risikos. Keine Maske mit Ventil tragen. Eine Maske mit Ventil schützt nur den Tragenden, bietet keinen Schutz für andere
  • Vergessen Sie Höflichkeitsformen beim Öffnen einer Tür für einen Gast oder jemand anderen, man kommt sich zu nah. Tür öffnen und zurücktreten oder durchgehen und vorgehen. Z.B. an einer Bürotür, oder auch an einer Apothekentür
  • Wenn man sich zu nah kommt nicht reden!
  • Beim Bezahlen nicht Geld, Kreditkarte und Bon persönlich überreichen. Immer ablegen und zurücktreten. Vortreten, nehmen, zurücktreten
  • Nichts in die Hand des Gegenübers geben, man kommt sich in dem Moment zu nah, wenn ja nicht dabei sprechen
  • Hände weg vom Gesicht - das gilt besonders beim Husten
  • Nicht die Augen reiben
  • Nicht an die Nase fassen
  • Hände häufig waschen, wer sich damit sicherer fühlt, lange einseifen, Viren werden abgespült
  • Menschenansammlungen meiden wie in Pausenräumen, Teeküchen, Kantinen. Auch hier auf Abstand achten, Räume immer gut lüften
  • Büroraum mindestens dreimal stündlich gründlich lüften (10 Minuten St0ßlüftung im Sommer, mit Querlüftung 5 MInuten)
  • Besprechungsräume besonders gut lüften, häufig lüften, Teilnehmerzahl der Grundfläche des Raumes anpassen, Lüftungspausen einlegen
  • Technische Lüftungsanlagen auf Hochleistung drehen, möglichst wenig Umluftanteil. Geeignete Filter gemäß VDMA beachten
  • Falls technische Befeuchtung möglich ist, Feuchtegrad möglichst hoch einstellen, virengetränkte Tröpfchen sinken dann schneller zu Boden
  • Allgemein Menschenansammlungen meiden, dazu rechnen auch Besprechungsrunden, Gruppenstärke überdenken, Teilnehmerzahl evtl. beschränken
  • Bei allen Lüftungsmaßnahmen als auch Personenbeschränkungen im Raum geht es darum, die Virenkonzentration in der Atemluft gering zu halten. Man spricht von Virenlast. Es geht also um die Verdünnung in der Atemluft. Das Maß für eine schädigende Konzentration ist unbekannt, also gilt Vorsorge. Die Übertragungsrate scheint enorm hoch zu sein. Sie steigt mit der Aufenthaltsdauer in einem Raum
  • Besucherbeschränkungen organisieren
  • Persönliche Atemschutzmasken wie auch Mundschutz verlieren bei Durchfeuchtung ihre Wirkung, haben außerdem eine zu hohe Leckrate, sind wenig sinnvoll, wenn es um den eigenen Schutz geht. Denn die Augenpartie ist unbedeckt. Erkrankte müssen diese "Alltagsmasken" oder "Behelfsmasken", wie sie inzwischen bezeichnet werden, in der Öffentlichkeit tragen, um möglichst andere nicht anzustecken.
  • Mundschutz ist kein Eigenschutz, ersetzt nicht die Abstandsregel als auch Lüftungsmaßnahmen
  • Hautschutzcremen und Hautpflegecremen sollten wegen der erhöhten Hautbelastung durch das häufige und gründliche Händewaschen allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden, auch in Verwaltungen
  • Beste Erfahrungen habe ich mit den Produkten, damals noch von Peter Greven, heute Peter Greven Physioderm gemacht: mit Ligana-Nutri-safe (vor der Arbeit und für zwischendurch) und Spezialcreme C (nach der Arbeit)

 

Verhaltenstipps für medizinisches Personal:

  • Fast die gleichen wie oben
  • Hygienepläne und Desinfektionspläne beachten
  • Hände desinfizieren ist im medizinischen Bereich erforderlich. Hände waschen ist nur zusätzlich sinnvoll, da es nicht nur um Viren geht
  • Wegen häufigem Händewaschen und häufigem Hände desinfizieren extrem oft die Hände eincremen mit den Produkten zu festgelegten Anlässen entsprechend Hautschutzplan
  • Arbeiten am Coronapatienten nur mit FFP2-Atemschutzmaske und mit Schutzbrille oder Visier. Diese muss dichtschließend und keine Schickimickibrille sein. Ein Visier hat einen besseren Tragekomfort. Raum extrem gut und häufig lüften
  • Die Kombination Visier und FFP2-Maske ist sehr wirkungsvoll, für Erzieher*innen in Kindergärten eine gute Wahl
  • Bei Tätigkeiten am Coronapatienten mit hoher Gefährdung Visier und filtrierende Atemschutzmaske tragen. Raumlufttechnische Anlage mit möglichst wenig Umluft betreiben, geeignete Filter gemäß VDMA einsetzen (https://aig.vdma.org)

 

Verhaltenstipps für Laborpersonal:

 

Hinweise zum Coronavirus (für SARS-CoV-2):

 

Informationen vom Robert-Koch-Institut sind für Deutschland maßgebend. www.rki.de. Oder einfach googeln: rki Corona oder rki Pandemieplanung.
Das Merkblatt für Betroffene in Quarantäne kann vom RKI heruntergeladen werden.

 

 

Infoquellen:

www.rki.de, bundesgesundheitsministerium.de,
Quarks.de,
Focus.de,
WHO,

VDMA,
Prof. Dr. Drosten
(Institutsleiter der Virologie an der Berliner Charité)
Prof. Dr. Helmut Fickenscher
(Leiter des Instituts für Infektionsmedizin am UKSH in Kiel),
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Alexander Kekulé (Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle), 

Prof. Dr. Schmidt-Chanasit, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin,

Prof. Dr. Hendrik Streek (Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung, Universität Bonn),

Prof. DDr. Martin Haditsch, Facharzt Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie COVID-19.

 

Stand: 18.10.2020

 

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Lüftungsmaßnahmen wegen Coronaviren können orientierend überprüft werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückkehr zur Normalität

Telearbeit

Derzeit wird viel von Telearbeit gesprochen, Mitarbeiter werden in das Home-Office wann immer möglich geschickt. Es handelt sich dabei nicht um die klassische geplante Telearbeit sondern wegen der Ausnahmesituation um eine gewählte mobile Arbeit. Damit gilt die Arbeitsstättenverordnung für diese Arbeiten, die nur vorübergehend erfolgen dürfen, nicht. Es ist also kein Dauerzustand.

 

Stellungnahme des DGUV (unveränderter Originaltext laut Newsletter):

 

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht.

In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

 

 

Informationsquellen zur aktuellen Lage für Unternehmen, Beschäftigte und sonstige Leser