Der Corona-Kompass - Buch von Prof. Kekulé

Prof. Kekulé zeigt in seinem Buch auf, wie die Corona-Pandemie sinnvoll bekämpft werden kann. Der Bundesregierung empfehle ich dieses Buch als Buch des Jahres. Ich gebe die Inhalte mit meinen Worten und mit eigenen Anmerkungen wieder.

Zusammenfassung: Pandemiebekämpfung muss blitzschnell erfolgen. Nicht die Schließung von Betrieben inkl. Restaurants ist erforderlich sondern massive Kontaktreduzierung. Eine Nachverfolgung von positiv Getesteten muss per App erfolgen. Die derzeitige Vorgehensweise ist zu träge und zu langsam.

Das Tragen von Masken ist selbstverständlich immer dann, wenn man sich zu nah kommt. Schmierinfektion braucht bei der Pandemiebekämpfung nicht betrachtet werden, sie spielt absolut keine Rolle. Wichtigstes Augenmerk bei der Pandemiebekämpfung liegt auf den Superspreadern. Diese müssen schnell ausfindig gemacht werden, die Infektionsketten müssen per App blitzschnell nachverfolgt werden. Lockdown sind nur die allerletzte Möglichkeit, wenn andere Maßnahmen versagt haben.

 

Seine Vorgehensweise: S M A R T.

S = Schutz der Risikogruppen

M = Masken im Alltag

A = Aerogene Übertragung vermeiden

R = Reaktionsschnelle Nachverfolgung

T = Tests für jedermann

 

Dies wird z.B. durch folgende Maßnahmen erreicht:

S: FFP-Masken für Ältere, Schnelltests für Besucher (1 € in der Apotheke). Schwere Atemwegserkrankungen systematisch auf das Virus untersuchen. Regelmäßige Testungen der Pflegekräfte und (!!) deren Familien. Konsequente Fortbildung der Pflegekräfte.

M: Masken tragen, wann immer man sich zu nah kommt. Im Freien nur bei Ansammlungen Masken tragen, nicht in Einkaufszonen. Entscheidend ist das Tragen in Räumen.

A: Häufiges Lüften der Innenräume zur Reduzierung der Aerosole. Ausreichend ausgedünnte Aerosole machen nicht krank, führen zu keinen weiteren Ansteckungen. Aerogene Infektion gilt als die Ursache von Superspreading.

R: Nachverfolgung blitzschnell. Dazu ist eine nicht existente App erforderlich. Diese muss eine Abstands- und Zeiterfassung für Großveranstaltungen haben. Der Gastgeber registriert alle Gäste per App und behält die Daten für sich, löscht diese nach 30 Tagen. Ist ein Test positiv, alarmiert der positiv getestete Teilnehmer (freiwillig) alle anderen direkt. Auch die Meldung an Gesundheitsbehörden sind freiwillig. Alle Gäste gehen freiwillig und eigenverantwortlich in Selbstisolation.

Gesundheitskontrolle bei Einreise.

T: Antigen Schnelltests sind in der Apotheke frei verkäuflich, Schutzgebühr 1 € je Test. Riesengroße Vorteile sind: sie brauchen nicht gekühlt werden, sind von jedermann (mit Schulungsvideo) einsetzbar, Testauswertung dauert 15 Minuten, zeigt akute Ansteckungsgefahr treffsicher an. So kann jeder eigenverantwortlich sich selbst testen. Positiver Test bedeutet Ansteckungsgefahr. Bedeutet also Selbstisolation. Es stehen gute Videos als Anleitung zur Verfügung. Auf diese Weise werden viele unerkannte Fälle erkannt. Mit Reduzierung der Dunkelziffer reduzieren sich auch die Superspreader.

 

Das SMART-System setzt bewusst auf Eigenverantwortung anstatt auf staatliche Bevormundung.

 

Wie hätten wir gut durch die Pandemie kommen können:

1. mit guter Vorbereitung auf den Ernstfall durch Pandemieplanung und Materialbevorratung (gutes Beispiel Taiwan)

2. schnelle Reaktion (Europa hat immer wieder geschlafen)

3. Schadensbegrenzung durch aktive Behandlung von Erkrankten (Impfstoffentwicklung hätte 2003 mit dem ersten SARS-CoV-Virus weltweit fortgesetzt werden müssen).

 

Originalzitat aus dem Buch:

"EU und USA müssen sich fragen lassen, warum sie so spät reagiert haben, dass sie schließlich Lockdowns (meine Anmerkung: bislang zwei, weitere werden folgen) verhängen mussten (meine Ergänzung: und noch müssen)."

 

Thailand, Taiwan, Uruguay und Neuseeland sind gut durch die erste Phase der Pandemie gekommen, da sie sehr schnell reagiert hatten (Grenzkontrollen, Tests, Maskenpflicht).

Die Corona-Warn-App hält Prof. Kekulé für ungeeignet, da keine effektive Warnung möglich ist.

 

Redaktionsschluss für das Buch war der 07.10.2020.

 

Methoden der Pandemiebekämpfung

Elimination: das Virus zum Verschwinden bringen, ist zu spät dafür.

 

Schwedisches Modell: völlig auf Freiwilligkeit und Einsicht setzen, später Versammlungsbeschränkung auf 50 Personen, jetzt Teil-Lockdown. Das System hat zu viel Tote produziert und wird es auch weiterhin.

 

Infektionswelle durchlaufen lassen, Herdenimmunität auf natürlichem Wege erreichen: dauert mehrere Jahre und produziert viel zu viel Tote. Ethisch verwerflich, undenkbar für einen Christen.

 

Beschleunigen und Bremsen: Dieses Verfahren wird in Europa angewendet, zermürbt die Bevölkerung, Schutzmaßnahmen werden von immer weniger Menschen beachtet, schadet der Wirtschaft zu sehr, produziert zu viel Arbeitslose. Auf dieses System baut unsere deutsche Bundesregierung. Das sieht nach Hilflosigkeit aus.

 

Kontinuierliches System, z.B. SMART von Prof. Kekulé: Für mich die einzige Alternative, allerdings müssten antigene Schnelltests freikäuflich zu erwerben sein und es muss eine geeignete APP für Smartphones zur effektiven (blitzschnell, ohne Behördeneinschaltung) Nachverfolgung eingeführt werden.

 

Anmerkung von mir: Quarantäneüberwachung durch Behörden bei offizielle Quarantäneanordnung mittels Tracking-App oder per Funkzellenortung wie in Taiwan. Hier endet die Freiwilligeit.

 

Mit einem kontinuierlichen System wäre das soziale und wirtschaftliche Leben möglichst wenig beeinträchtigt worden.