Aktuelles zur Corona-Lage

Der Lockdown hat sein Ziel verfehlt. Es waren nicht die richtigen Maßnahmen.

 

Erreicht wurde, dass der exponentielle Zuwachs gestoppt wurde. Die Neuinfektionszahlen stagnieren, nehmen nicht ab.

 

Eine Überlastung der Intensivstationen bundesweit im Schnitt wird nicht stattfinden. Das schließt aber regionale Katastrophen (Triage) nicht aus.

 

Eine Umkehr, also Absenkung der Zahlen ist mit den November-Maßnahmen nicht mehr zu erwarten. Mit den Dezember-Maßnahmen ist eine leichte Absenkung zu erwarten, leider kein Durchbruch.

 

In Frankreich sind die Antigen-Schnelltests in der Apotheke frei verkäuflich, von Jedermann erhältlich. In Deutschland scheut die Bundesregierung diese Lösung.

 

Corona-Schnelltests sind besonders wirksam, wenn besonders viel Viren übertragen werden können. Dieses wird mit hoher Zielsicherheit richtig angezeigt. Das hat Prof. Drosten in einer Studie nachgewiesen. Prof. Kekulé plädiert für die Einführung bei uns zur Vorbereitung von Weihnachtsfeiern. In SÜdtirol hat eine Massentestung viele unerkantte Fälle offenbart. Österreich wird ebenfalls Massentestungen durchführen.

 

Ein erster Impfstoff wird ein mRNA-Impfstoff auf den europäischen Markt kommen. Ein Vektor-Impfstoff wird kurz danach folgen.

 

Das ganze Jahr 2021 wird im Zeichen der Impfungen stehen. Noch ist nicht gesichert, dass alle impfwilligen Personen in Deutschland einen Impfstoff noch in 2021 erhalten werden. Somit erübrigt sich die Diskussion um die Unwilligen in den nächsten Monaten.

 

Die meisten Ansteckungen finden im privaten Umfeld statt

Derzeit vermutet man eine Dunkelziffer der Infizierten um den Faktor 10. Es sind also 10 mal mehr Personen infiziert als vom RKI täglich vermeldet.

 

Wir müssen also derzeit damit rechnen, dass jede 30. Person Coronaviren mit sich führt.

 

Die Gruppe der 20 bis 30 jährigen, insbesondere Sekundarstufe II in Schulen, trägt am meisten zur Verbreitung des Virus bei, in der Freizeit.

 

Die älteren Schüler tragen erheblich zur Verbreitung des Virus in der Freizeit bei. Hier sind erhebliche Kontaktreduzierungen dringend geboten.

 

Die Schutzmaßnahmen in und für Restaurants hatten gegriffen, eine weitere Schließung ist ungerechtfertigt. Eine Branche wird hier kaputtgemacht.

 

Auch wird die Künstlerbranche unberechtigterweise derart beschnitten, dass wir ein Heer von Harz IV Empfängern produzieren. Das betrifft genauso die kleinen Zulieferer.

 

Ziel muss die Wiedererhöffung dieser beiden Branchen sein, mit den früheren Schutzmaßnahmen, zeitlichen Beschränkungen und Alkoholausschankverbot zum Mitnehmen.

 

Alle Feierlichkeiten sind auf ein Minimum zu reduzieren. Und wenn im Wohnzimmer bei einer solchen Feier nicht häufig stoßgelütet wird, gekippte Fenster bringen da nichts, hat jeder Teilnehmer die faire Chance, sich zu infizieren.

 

Es liegt zur Zeit in der Verantwortung jedes Einzelnen, die Epidemie zu beeinflussen - positiv wie auch negativ.

 

Ab Januar 2021 werden Impfungen möglich sein. Diese werden mindestens ein ganzes Jahr (!) in Anspruch nehmen. Kurzfristig wird sich also nichts ändern, es sei denn, wir passen unser Verhalten an und verzichten z.B. freiwillig auf Silvesterfeuerwerke.

 

Zu einer Woche Selbstisolation vor dem Weihnachtsfest raten mehrere Virologen, so insbesondere Prof. Kekulé.

 

Zur Eindämmung der Epidemie müssen die Kontaktbeschränkungen verschärft und stärker kontolliert als auch sanktioniert werden. Nur so halten wir die Epidemie unter Kontrolle und überlasten die Intensivstationen nicht, bis alle geimpft sind, die es wollen.