Fachbeitrag: Totholzhecken auf Kinderspielplätzen

Totholzhecken/Benjeshecken sind alles andere als tot. Sie stecken innerhalb kurzer Zeit voller Leben, dienen der Natur, der biologischen Vielfalt. Bieten vielen Tieren wie Vögeln und Igeln Unterschlupf. Verbessern die Biodiversität. Sind Lebensraum für viele Tierarten. Diese Hecken können auch gern berankt werden, Kapuzinerkresse ist eine schnelle und einfache Lösung. Mit Brombeeren schafft man sich auf Spielplätzen Arbeit, denn die Ausläufer müssen laufend zurückgeschnitten werden.

 

Diese Totholzhecken werden auch Benjeshecken genannt. Benjeshecken werden auf Hermann Benjes zurückgeführt, der diese Heckenform Ende der 1980er Jahre propagiert hatte.

 

Alle Bilder dieses Artikels habe ich während meiner Jahreshauptinspektionen von 2016 bis heute aufgenommen.

 

Totholzhecken/Benjeshecke  sind ökologisch wertvoll und eine Empfehlung für Spielplätze, aber genauso sinnvoll auch für naturnahe Gärten. Sie lassen sich schön begrünen.

 

https://pin.it/3mPJD97

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Es ist alles der selbe Spielplatz. Die Bilder zuvor sind Anfng Mai 2022 aufgenommen, die folgenden Ende März 2022 (ich war wegen einem anderen Auftrag in der Nähe). Ringsherum lässt man es offensichtlich mit Sträuchern zuwachsen. Die Vögel wird es freuen. Das Rondell liegt unscheinbart ganz in einer Ecke des Platzes, ist von Weitem kaum zu erkennen.

Das ist ein Paradebeispiel in Dithmarschen für gute Totholzhecken. Hier sind sie als Rondell als auch als schnurgerade Platzteiler gestaltet. Das mittlere Bild ganz oben ist übrigens mein Erfolgreichstes auf Pinterest.

https://www.pinterest.de/sobottasicherheitstechnik

 

Auf dem gleichen Spielplatz an anderer Stelle sind zwei gerade Totholzhecken angelegt worden, dienen auch als Trennung von Spielbereichen, gestalten damit die grüne Wiese. Siehe folgende Bilder.

 

 

 

 

Selbe Hecke wie zuvor, jedoch gegenüberliegend. Fast ein Jahr liegt zwischen den Bildern.

 

Warum immer Metallzäune setzen? Oder die standardmäßig eingesetzten Holzlatten an senkrechte Stützen befestigt. Mit dieser Art hat die Natur viel mehr davon. Vorbildlich, wie diese Gestaltungselemente auf Spielplätze passen.

 

 

Als Einfriedung von Spieplätzen können auch Totholzhecken verwendet werden. Ein wenig Pflege ist erforderlich, weit vorstehende spitze Holzteile sind zu vermeiden. Dieses ist das einzige ältere Bild.

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Eichhörnchen werden angelockt und kommen leicht an ihre Haselnüsse, die Lieblingsspeise. Wir haben zwei Dauergäste gewonnen.

 

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Es muss nicht immer ein steriler Stabgitterzaun sein, gern sind Hecken geeignet.

 

 

Hier eine Hecke aus lebendem Holz, könnte aber auch eine Totholzhecke sein. Niedrige Hecken dienen wunderbar als Abgrenzung. Der Heckenschnitt muss gewollt und eingeplant werden. An angrenzenden Fahrwegen ist wegen der Verkehrssicherungspflicht auf Lückenschluss zu achten. Schnell bilden sich Schneisen. Kinder und Erwachsene laufen gerne auf kürzestem und direktem Weg. Das sollte bei den Zugängen immer berücksichtigt werden.

 

 

Eine Totholzhecke als Zaun direkt am Fußweg. Allzu Stacheliges muss entschärft werden. Aber das ist zulässig. Kinder sollen schließlich lernen, mit der Natur umzugehen. Und unsere Bauhöfe und Politiker auch. Verkehrssicherung ist auch mit Totholzhecken möglich.

 

 

Totholzhecken eignen sich gut, Bereiche auf Spielplätzen zu trennen bzw. kleine besondere RÄume zu schaffen. Zum Verstecken gut geeignet. ODer als ruhiger Rückzugsort. Fragen wir die Kinder, dann bekommen wir genau zu hören, was man damit alles spielen kann.

 

 

Bisschen wild, aber für mich ok. Als Einfriedung einer Kita müsste die Hecke allerdings 1,0 m mindestens hoch sein.

 

 

So macht man es sich auf einer grünen Wiese gemütlich. Der Bereich ist neu und wird noch gestaltet.

 

 

 

 

Öffentlicher Kinderspielplatz in Strandnähe. Es wurde ein Rondell geschaffen. Bietet SIchtschutz wie auch Windschutz. Als Waldschule nutzbar. Ein Kindergarten nutzt diesen Spielplatz mit dem Rondell als Naturkindergarten, ein Bauwagen ist als Zufluchtsort vorhanden, aber nur für die Kita. Der Schutzdeich ist auf dem Bild zu erkennen. Der Bereich befindet sich davor zum Wasser hin.

 

 

Es war einmalig, in unserem Garten. Alle haben dann auch noch bei uns im Igelhaus überwintert. Eines Tages waren Sie leider weg. Glücklicherweise alle. Also haben alle überlebt. Stroh hatten sie von uns ja reichlich bekommen. Und vorher haben sie sich die Mägen vollgestopft, täglich. Damals gabs "nur" Katzenfutter.

Da viele Tiere wie auch die Igel nachtaktiv sind, lassen sich diese auch mit geeigneten Kameras/Wildkameras  beobachten. Bei ELV gibt es eine große Zahl an günstigen Produkten. *Affiliate-Link.

Viele weitere Aspekte von Totholzhecken

Totholzhecken, die auch Benjeshecken genannt werden, haben unzählige Vorteile. Neu angelegt sehen sie erst einmal kahl aus. Doch die Natur sorgt mit der Zeit für einen natürlichen Bewuchs. Man muss die Natur nur lassen und ihr Zeit geben. Zu Beginn kann man auch gern etwas nachhelfen, indem man einjährige oder mehrjährige Stauden setzt.

 

Windschutz:

An Nord- und Ostsee ein wichtiger Aspekt. Dichte und Höhe zeigen ihre Wirkung.

 

Sichtschutz:

Für Tiere und Menschen ein weiterer Aspekt. Kindergärten brauchen diesen Sichtschutz gelegentlich als Schutz vor unliebsamen hinblickenden Menschen.

 

Raumteiler:

Mit Totholzhecken lassen sich Spielplätze gestalten. Gerade, geschwungen oder im Kreis als Rondell gebaut. Alles ist möglich. Und natürlich die Frage, wieviel Platz zur Verfügung steht.

 

Rastplatz:

An einem Fernradweg oder an Wanderwegen machen Rondells richtig Sinn. Sie laden zu einem gemütlichen Picknick ein. 

 

Waldschule:

Ein paar Baumstümpfen sind als Hocker nötig. Und schon kanns losgehen. Beliebtes Ausflugsziel für Kitas, wo die Kinder mit der Natur hautnahen Kontakt bekommen und diese "begreifen" lernen.

 

Vögel:

Werden die dicken Äste nicht allzu eng gestapelt oder geschichtet, finden Amsel, Rotkehlchen und weiteres Gefieder Platz für den Nestbau. Und sie sind in der Hecke vor dem Sperber oder ähnlichen Fressfeinden geschützt.

Vögel sorgen mit dem herbeigetragenen Samen automatisch für Bewuchs und für wertvollen Humusboden.

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Aber auch gute Vogelhäuser gibt es natürlich bei Erdenfreund, allerdings nicht zum Hinstellen. *Affiliate-Werbung.

 

Pferde:

Den Pferden bieten Totholzhecken Knabberholz. Es sollten dann aber nur ungiftiges Schnittgut verwendet werden. Dorniges Material mögen sie nicht. Nadelgehölz ist für Pferde schwer bekömmlich.

 

Eidechsen:

Ist dorniges Material vorhanden, bietet das den Eidechsen und anderen kleinen Tieren einen Überlebensschutz. Eidechsen sind sonnenliebend, brauchen warmen Untergrund.

 

Igel:

Finden hier Unterschlupf und mit der Zeit auch Nahrung. Denn es werden sich auch viele Krabbelkäfer einfinden.

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Insekten:

Unterschlupf, Überwinterung und Nahrungsquelle für viele Insekten und Spinnen.

 

Begrünte Totholzhecke:

Sie sieht begrünt hübscher aus, bietet für kleine Lebewesen zusätzlichen Schutz. Und sie bietet Futter für Wildtiere. Kapuzinerkresse berankt die Hecke sehr schnell, etwas für den Garten.

 

Baum- und Strauchschnitt:

Im Garten oder dem Umfeld des Spielplatzes fällt immer wieder Obstbaumschnitt, Strauchschnitt und Baumschnitt an. Haselsträucher sind stark wachsend, liefern viel Holzmasse, bieten mit den Jahren viel Nutzholz. Dieses "Totholz" lässt sich prima nutzen.

 

Eichhörnchen:

Zum Anlocken kann man gut Futterhäuser anbringen  Sie werden dann mit Haselnüssen befüllt (die Futterhäuser natürlich).

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Wie schon einmal erwähnt: Totholzhecken sind alles andere als tot.

 

Welche weiteren Ideen haben Sie?

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