Fachinformation: Diverse Einpunktschaukeln

Einpunktschaukel sind nicht mehr oft anzutreffen. Solche alten Metallkonstruktionen halten allerdings ewig und sind völlig ok. Maßgebend für die Sicherheit ist die Norm für Schaukeln allgemein: DIN EN 1176-2. Dort wird sie in die Rubrik Typ 3 der Schaukeln eingeordnet. Es gibt zwei entscheidende Sicherheitsmaße, einmal von der Unterkante des Sitzes zum Boden und zum zweiten von der Unterkante des Sitzes zum Schaukelgestell. Gemeint sind hier die beiden Stützpfosten. Die Norm nennt diese den Sitzfreiraum. Da es sich um einen "Schweren Schaukelsitz" handelt, betragen beide Maße 40 cm. Es ist das Maß für einen Kinderkörper. Über diesen muss locker hinweggeschaukelt werden können, falls ein Kinder hingefallen ist und ein Zweites schaukelt.

 

Bei diesem Gerät gibt es eine Abweichung zu den üblichen Regeln. Ein Anschlagen mit dem Sitz an den Tragbalken ist zulässig, da dieses von Kindern leicht eingeschätzt werden kann. Trotzdem verwendet man zur Sicherheit als Dämpfung häufig Reifen. Aber bitte keine verschissenen Reifen durch Altreifen ersetzen, Altreifen rußen nach meiner Auffassung zu stark. Auch enthalten Autoreifen weitere Schadstoffe, die man nicht schlucken sollte. Neureifen sind üblich und dürfen verwendet werden.

 

Häufig hängen solche Reifen zu tief. 40 cm plus Reifenstärke sind zugegebenermaßen eine beträchtliche Höhe, die es erst einmal zu erklimmen gilt. Aber die Sicherheit geht vor.

 

Das Bodenmaterial richtet sich nach der Fallhöhe. Und diese wird ermittelt, indem die Schaukel 60 Grad ausgelenkt wird und dann vom Sitzpunkt in der Mitte senkrecht zum Boden gemessen wird. Dieses Maß dürfte in den meisten Fällen über 1,5 m betragen. Also sind hier besondere stoßdämpfende Eigenschaften des Bodens gefordert. Fallschutzsand, Fallschutzkies, Rindenmulch oder Holzhackschnitzel in den von der Norm DIN EN 1176-1 vorgegebenen Größenordnungen. Mindestens 20 cm ausgekoffert plus ein Sicherheitszuschlag für das Wegspielen des Bodens. Und dieser Kreis ist riesig groß. Bei Holzhackschnitzeln und Rindenmulch ergibt sich durch die natürlich und von allein ablaufende Verwitterung eine Reduzierung der Schichtdichte. Eine regelmäßige Auffüllung dieser Materialine ist immer erforderlich. Es empfiehlt sich, im Frühjahr vor der Spielsaison tätig zu werden.

 

Und aufgepasst beim Schaukeln, wenn es vorher länger oder kräftig geregnet hat. In den Reifen sammelt sich gern das Regenwasser. Die Dusche ist unangenehm.

 

Auch sollte regelmäßig bei Sicht- oder operativen Prüfungen der Reifeninhalt geleert werden. Gern werden diese Reifen als Abfallkorb zweckentfremdet.

 

 

 

Hier ist die Größe der Aufprallfläche zu erahnen, die mit Fallschutzmaterial gefüllt sein muss. Sie hätte nach Norm hier größer sein müssen, geht aber nicht. Denn weiter als rechts gegen das Gestell kann man links nicht schwingen, das ist hier das begrenzende Maß.

 

 

Hier beträgt die Fallhöhe unter 1,5 m. Aber das Nest hängt viel zu tief.

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