Netze anstatt Fallschutzboden

Bei Podestböden über 1,5 m Höhe wird die Betrachtung der Bodenbeschaffenheit besonders wichtig. Ab 1,5 m sind die erhöhten Anforderungen der DIN EN 1176-1 zu beachten. Das erfordert großflächige Auskofferung des Bodens und Auffüllen mit geeignetem Schüttmaterial, der Bedarf beträgt mehrere Kubikmeter. Je höher das Gerät umso größer ist die Aufprallfläche, für die der Boden  hergerichtet werden muss.

 

Dieser Aufwand kann umgangen werden, wenn man einen Absturz eines Kindes mechanisch verhindert. Holzstreben sind oft zu sehen, bei uns im Norden allerdings häufig auch Netze. Das kommt bestimmt von der maritimen Nähe. In Niendorf nahe Timmendorfer Strand auf der Seebrücke hat man Netze verwendet. In Heiligenhafen hat man darauf verzichtet, ein Sprung vom Gerät ganz oben ist über das Seebrückengeländer direkt ins Wasser möglich - ein Unding. Die Endabnahme habe ich nicht durchgeführt (weil man meine Meinung kannte!?).

 

Auch wären Metallgitter möglich. Das hat optisch für mich aber was mit Gefängnissen zu tun. Netze wirken viel harmonscher und natürlicher.

 

 

 

 

 

Die Netzbefestigung hält.

 

 

 

 

 

 

Hier wäre sogar die maximale Gerätehöhe für Geräte auf Spielplätzen überschritten (Podesthöhe bis max. 3,0 m). Fallschutzboden wäre also gar nicht mögich.

 

 

 

 

 Auch hier die passende Netzbefestigung. Das Netz ist umwickelt und mit zwei Latten zusammengeschraubt. Elegante und sichere Lösung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0