Waldkindergarten / Naturkindergarten

Spielplatzprüfungen sind auch in Waldkindergärten oder Naturkindertagesstätten. Welche Regeln gelten, welche Unterschiede gibt es, was ist zu beachten.

 

Die Regeln

DGUV-I 202-074 Mit Kindern im Wald.

 

DGUV I 202-093 Kindertageseinrichtungen.

 

Gefährdungsbeurteilung in der Kinderbetreuung - BGW Check

 

DIN 18034 enthält sechs giftige Pflanzen, die auch in Waldkindergärten tabu sind.

 

DGUV I 214-078 Vorsicht Zecken.

 

Ein Bauwagen für unser Außengelände - Info der UK RLP 2018.

 

Naturkindertagesstätte (Waldkindergarten) - Info der UK Nord und des Schleswig-Holsteinischen Sozialministeriums.

 

Für die Spielplatzprüfungen gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen öffentlichen Spielplätze: DIN EN 1176-ff und DIN Taschenbuch 105.

 

Bei der Sicherheit des Außengeländes sind besonders Bäume, Sträucher, Brombeeren (stachelig), Pilze (giftig) zu beachten.

 

Verkehrssicherungspflicht: Regelkontrollen der Bäume sind durchzuführen im unmittelbaren Umfeld des Hauptaufenthaltsbereiches. Der Sicherheitsanspruch nimmt mit zunehmender Entfernung ab. 

 

Gefällte Bäume werden gern zum Klettern verwendet, sie müssen aber den Regeln für Klettergeräte entsprechen und damit umfangreich bearbeitet werden.

 

Nur in unmittelbarer Nähe wenn überhaupt kann Fallschutz unter Bäumen hergestellt werden, mit Hackschnitzeln oder gern auch mit Rindenmulch. Auskofferungen scheiden aber aus ökologischen Gründen aus, der Wald soll ja nicht in Watte gepackt werden. Hier sind die Ziele der Waldpädagogik vorrangig.

 

Weitere Infos gibts vom Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten.

 

Ich führe gern für Sie die Jahreshauptinspektionen gemäß DIN EN 1176-7 durch.

 

Aspekte aus Arbeitsschutzsicht

Kleidung der Erzieher siehe Beispielbild vom Februar: Wetterschutz, Wärmeschutz, warme Winterschuhe.

 

Erste Hilfe Materialien.

 

Notfalltelefon.

 

Wickeln von Kindern zweifelhaft.

 

Sonnenschutzcremen.

 

Zeckenzangen-Einsatz regeln, schriftliche Vereinbarungen mit Eltern treffen.

 

Wärmeisolierende Sitzkissen.

 

Regenplane / Sonnenschutzsegel.

 

Lavaerde als Seifenersatz zur Händereinigung mitführen.

 

Rückzugraum / Schutzraum biei Schlechtwetter, um Aufwärmen, bei Gewitter in größerer Entfernung oder als Bauwagen im Wald in unmittelbarer Nähe.

 

 

Ziele

Waldkindergärten haben einen besonderen erzieherischen Ansatz. Sie sollen die körperliche, geistige und seelische Entwicklung besonders fördern. Die Wandlungsfähigkeit, auch im Jahresverlauf, sorgt für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und regt die Fantasie der Kinder besonders an. Damit verbunden sind natürlich weniger kalkulierbare Risiken als bei klassischen Kindergärten. Die Kinder sollen eine größere Chance haben, sich frei zu entwickeln, spielerisches Lernen durch Freispiel und Naturkontakt zu ermöglichen. Darin liegt die Herausforderung für alle Beteiligten, auch an die Spielplatzprüfer, die auch hier eine jährliche Hauptinspektion durchzuführen haben.

 

Sicherheitsanforderungen für Naturerfahrungsräume:

Sicherheit entsteht, wenn Kinder lernen, mit Gefahren und Risiken umzugehen.

Kinder lernen Sicherheit durch eigene Erfahrungen (Fallen lernt man nur durch Fallen).

Gefahren und Risiken müssen für Kinder erkennbar und durchschaubar sein.

 

 

Einige passende Bilder zum Thema