Gemäß der DIN EN 1176-1 gibt es nur zwei wichtige Maße für Fundamente: 20 cm und 40 cm.
20 cm Überdeckung mit losem Material, wenn das Fundament abgerundet bzw. abgeschrägt ist. 40 cm gelten für flache Fundamente. Hinzu kommt ein Sicherheitszuschlag von bis zu 10 cm im Neuzustand, da der stoßdämpfende Boden (Rasenboden, Sand, Kies, Holzhackschnitzel, Rindenmulch) durch Witterung und Spiel absacken wird. Es geht um die Überdeckung.
Einfachste Regel. Kein Fundament darf im fertigen Zustand zu sehen sein. Jedoch gibt es Ausnahmen. Viele Bilder am Ende des Artikels sind vor Fertigstellung entstanden, teils durch mich, viele aber wurden mir zugemailt. Schüttmaterial musste also in vielen Fällen noch aufgefüllt werden.
Die Größe des Fundamentes legt der Hersteller aufgrund seiner Statik fest. Da mische ich mich nicht ein.
Beton ist aber in der Herstellung sehr klimaschädlich. Aus Umweltsicht heißt es also: Je weniger Beton desto besser.
Reicht als stoßdämpfender Boden eine Fallschutzsandschicht von 20 cm plus Sicherheitszuschlag aus, dann ist die Kombination mit abgerundeten Fundamenten die Variante, die Sand spart. Das ist kostenschonend und verbraucht weniger Kiesgrubenmaterial, also ökologisch sinnvoll. Hier lohnt es sich, bei der Planung die Ökologie und die Spielplatzsicherheit von vorn herein einzuplanen. Außerdem wird es billiger. Ich berate gern.
Die Rundung geht aber von 20 cm unter Erdgleiche bis 40 cm. Stellt also nahezu eine Halbkugel dar. Nicht gemeint sind abgerundete Kanten des Fundaments. Hier werden weiterhin fleißig Fehler begangen. Abnahmeprüfungen machen also Sinn. Und gerne mir immer Bilder der offenen Fundamente zusenden, bevor die Löcher zugeschüttet werden.
Die Kita-Mitarbeiterin hat auf meinen Rat hin das Fundament während der Montage im Bild festgehalten. Vorbildlich. So ist eindeutig, dass das Fundament gut abgerundet ist und die Überdeckung nur 20 cm plus Sicherheitszuschlag mit Sand aufgefüllt werden muss.
Da es Robinienholz ist, ist kein Stahlpfostenschuh erforderlich.
Häufig sind viel zu hoch eingesetzte Fundamente das Problem. Da nutzt es nichts, wenn sie abgerundet sind.
Fantastisch abgerundetes Fundament, liegt tief genug. Die Spielebene ist markiert. Spielebene haben wir auch Nulllinie genannt, es ist die Erdoberfläche. Diese Markierung muss verdeckt sein, wenn Fallschutzmaterial aufgefüllt wird.
Mein Tipp der Abrundung wurde hier anders ausgelegt. Manchmal weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.
Die Fundamente für Tore sind häufig zu hoch eingebaut. Auf Sportplätzen, wenn die Sportplatzrichlinien gelten, reicht eine Überdeckung von 10 cm aus. Siehe DIN-Norm für Tore. Auf Bolzplätzen, also Spielplätzen, gilt die EN 1176-1. Also gelten 20 cm bzw. 40 cm.
Der Klassiker, nachträglich mit geringem Aufwand den Fehler zu beseitigen, sind Fallschutzmatten. Diese werden direkt auf das Fundament gelegt und mit möglichst viel Schüttgut überdeckt. Liegen sie zu hoch, werden sie leicht freigespielt. Dann stellen sie nette Stolperstellen dar.
Einfache Regel: Die Matten dürfen nicht zu sehen sein.
Hier wurde das zu hoch liegende Fundament mit Matten überdeckt.
Aus Umweltsicht und Kostengründen sind minimalistische Löcher für Fundamente die bessere Wahl. Hier bestens gelöst.
Robinienhölzer kommen direkt ins Fundament. Bzw. umgekehrt. Erst werden die Hölzer hingestellt, dann kommt das Fundament. Zur Abrundung kommt die Kelle zum Einsatz.
Ganz anders hier gelöst. Es sind Fertigfundamente. Denn das Gerät wird planmäßig in einiger Zeit umgesetzt. Es wird also mit Fundamenten komplett an die neue Stelle transportiert. 40 cm Überdeckung sind hier nötig, da die Fundamente flach sind.
Montagezeichnung eines Herstellers. Forbildlich die Form für ein Schaukelgerät. Die A-Masten stehen ja schräg. Also liegt das schmale Teil des Fundamentes innen.
Bei manchen Zeichnungen muss sogar ich rätseln, was gemeint ist. Auch werden für die Rundungen gerne Schrägen eingezeichnet. Könnte aber trotzdem passen.
Hier hat der dänische Hersteller völlig auf Fundamente verzichtet. Es wurden runde Löcher gebohrt, die Ständerhölzer hineingeführt und mit Sand aufgefüllt. Regenwasser kann damit gut abfließen, führt also nur langsam wenn überhaupt zu Fäulnisbildung. Weiterer Holzschutz ist mir unbekannt.
Das Typenschild zu obigem Gerät. Dänischer Hersteller. Kostengünstige und umweltschonende Fundamentgestaltung.
So sieht meine nachträglcihe Fundamentprüfung aus. Mit dem Schraubendreher taste ich die Schräge des Fundaments ab.
Der Schraubendreher ersetzt einen Zollstock. 30 cm ist der Metalldorn lang, 10 cm der Schaft.
In diesem Bild steckt er außen fast 30 cm tief drin.
Das ist die Variante mit hohem Schüttgutverbrauch.
Und das ist meine Variante. Mit geringem Schüttgutverbrauch.
Hier kommt noch eine dünne Erdschicht als Abdeckung obendrauf. Anschließend wird Grassamen gesät.













































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