In diesem Fall ist das Dach ganz leicht zu erreichen. Hat obendrein auch noch Leisten als Kletterhilfe. Somit ist die theoretische Fallhöhe der Dachfirst.
Das Dach ist hier nicht leicht zu erklettern. Die theoretische Fallhöhe wird also von Podestboden zu Boden gemessen. Es ist nicht die Brüstungshöhe oder die Geländerhöhe. Im Spiel werden die Kinder natürlich vom Geländer abspringen. Und dieses Mädchen wollte mir zeigen, wie schnell sie auf dem Dach ist.
Es geht also nicht um die praktische Fallhöhe sondern um die theoretische Fallhöhe nach Norm.
Inzwischen könnte sie selbst Mutter sein. Das Bild habe ich 2003 auf Fehmarn gemacht.
Die Theoretische Fallhöhe ist hier mal wieder der Podestboden. Weder die Geländer noch das Dach. Für mich ist das weltfremd, aber normgerecht.
Wenn man sich aber ansieht, wie stark das Dach schon nach kurzer Zeit Gebrauchsspuren aufweist, erkennt jeder sofort: Kinder klettern häufig aufs Dach. Aber die praktische Fallhöhe ist für die stoßdämpfende Wirkung des Bodens unerheblich. Oder man kalkuliert es einfach ein und ist vorsichtiger.
Was mal wieder zu beweisen war. Kinder spielen einfach und lesen nicht erst die Norm. Die Stoßdämpfung des Bodens richtet sich hier mal wieder nicht nach dem Handlauf sondern nach der Ebene, auf der die Füße stehen sollen, also auf der Hängebrücke. Ich habe die Normen nicht gemacht.
Die höchste Gerätestelle reizt. Hier ist es das Sandspiel, was oben von der Brüstung aus zu erreichen ist. Allerdings ist diese Höhe nicht die Fallhöhe, aufgrund die stoßdämpfende Qualität des Bodens festgelegt wird.
Die Norm DIN EN 1176-1 sieht die Podesthöhe und nicht die Brüstungshöhe als Maßstab für die Fallhöhe an. Das wiederspricht jeder Praxis.
Man kann es ja einkalkulieren. Wir würden in unserem Prüfbericht darauf hinweisen und begründen.
Kurz gesagt, dieses Gerät sollte nicht in einem Kindergarten stehen. Die Fallhöhe ist enorm, die Aufprallfläche muss sehr groß sein. Erst wird dieses große Gerät beschafft. Dann legt die Kindergartenleitung fest, dass es nur bis zu einer bestimmten Ebene beklettert werden darf. Hier hätte man vorher einen Spielplatzprüfer fragen sollen.
Es kann aber auch gesagt werden, dass in Kindergärten erzieherische Maßnahmen wirken und durchzusetzen sind. Lärmfreies und konsequentes Handeln der Erzieher ist entscheidend. Die Kinder sind für Regeln offen, wenn sie diese auch verstehen.
Durch die Seilkonstruktion innen ist es ein spannendes Klettergerät. Man kommt auf vielen Wegen nach oben. Innen ist der Fall von Ebene zu Ebene normgerecht, höchstens 60 cm Fallhöhe werden eingehalten. Dieses ist an den typischen uralten Metallgeräten, die völlig geometrisch aufgebaut sind, nicht gegeben. Für Altgeräte siehe Kapitel Altgeräte.
Hier ist alles in Ordnung. Die Grasnarbe hinter dem Deich ist stark dämpfend.
So manchen Bürger wird es verwundern, dass dieses Gerät als nicht zu überklettern gilt. Hier ist die Norm absolut praxisfern. Man muss die Kinder einfach nur mal beobachten.
Die theoretische Fallhöhe in diesem Beispiel beträgt unter 1,5 m.
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