Hier wurde hohe Sicherheit produziert. Als Kantenschutz diente ein Motorradreifen. Die Absturzsicherung wurde ausgetauscht, Spielbereichsüberschneidung entfällt damit.
Obiges Bild beherbergt diverse Aspekte, die im Zusammenhang mit Tunnelröhren auftreten.
1. Guter Kantenschutz: hier mit Motorradreifen. Gerundeter Beton wäre nach Norm ausreichend.
Gemäß DIN EN 1176-1 brauchen die Betonkanten solcher Röhren lediglich stark gerundet werden. Es gilt also die allgemeine Rundungspflicht auf Spielplätzen, 3 mm Radius. Besser vorstellbar halte ich 6 mm Durchmesser. Ein wirksamerer Schutz ist, die Kanten mit dämpfendem Material zu schützen.
Vielerlei Materialien kommen zum Einsatz: Wasserschläuche, Motorradreifen, Holzbalken und weiteres mehr. Es gibt viel erfinderische und kreative Personen.
2. Absturzsicherung: Brüstung vermeidet Spielbereichsüberschneidungen, also von oben auf ein unten spielendes Kind springen. Zweiter Aspekt: Bei Absturzhöhen über 1,0 m sollte ein Geländer oder eine Brüstung eingebaut werden, da der Boden vor der Röhre meistens nicht stoßdämpfendem Boden mit einer Fallhöhe bis 1,5 m entspricht. Rasenboden wird weggespielt, der Boden verhärtet mit der Zeit. Das führt dann zum dritten Aspekt, dass sich Pfützen bilden.
3. Der Hügel rutscht ab: Die Betonröhre wird durch Kinderspiel und Witterungseinflüsse freigelegt.
Tunnelröhren sind bis zu 10 m erlaubt.
Röhrenlänge über 10 m. Deswegen aber Hügel und Röhre umbauen oder Röhre an jeder Seite nach 2,0 m dicht machen?
Auf jeden Fall aber liegt in dieser Röhre zuviel Sand. Der Lichte Durchmesser bei Tunnellängen über 2,0 m muss mindestens 75 cm betragen.
Für den Mindestquerschnitt einer Tunnelröhre gibt es in Abhängigkeit der Länge eindeutige Vorgaben. Auch ist daran zu denken, dass ein Erwachsener in die Röhre kriechen muss, um ein Kind im Notfall herausziehen zu können. Kleiner als 50 cm im Durchmesser geht damit nicht. Und länger als 10 m dürfen sie nicht sein. Also bei der Pflege des Platzes immer mal wieder nachschauen, wieviel Sand, Wasser oder Blattwerk den Weg in den Tunnel gefunden hat.
Der Innendurchmesser war zu klein. Diese Röhre musste geschlossen werden. Nun sind beidseitig bis zu 2 m vorhanden.
Röhre innerhalb eines Kombigerätes. Es gelten die gleichen Regeln.
Die Kanten sind gut gerundet - normgerecht.
Diese Kanten haben Grate. Geht so nicht.
Kunstvoll angebrachter Kantenschutz, sauber verdübelt. Sehr gut.
Etwas für Galabauer - zur Nachahmung empfohlen. Hügel, Bäume, Rindenmulch. Brüstung enthält keine Fangstellen für den Kopf mehr, durch nachträglich angebachte Latten (der Prüfer war da).
Der Rasen hat nur eine Chance, wenn er höchstens 6 mal im Jahr gemäht wird, und dann niemals kurz. Also viel höher abschneiden, was den meisten Bauhofmitarbeitern gegen den Strich geht.
Vorbildliche Tunnelröhre aus Holz. Schlitze wurden freigelassen, damit Wasser abfließen kann. Stehendes Wasser würde vorzeitige Holzschäden verursachen. Auch würde sich dort Sand ansammeln, lange feucht sein und dadurch dem Holz schaden.
Nachhaltig gebaut da ohne Kunststoff.
Sand hingeschüttet zur Verbesserung der Bodendämpfung.
Wenn die Politiker sich nicht einige sind, was aus dem Spielplatz werden soll. Man ließ den gesamten Platz verkommen. Die Natur hat es gedankt.
Aufwändig neu angelegt. Aber wozu diese Kante zwischen Sand und Rasen? Das stört Barrierefreiheit. Die Kosten für Stein oder Robinienholz kann man sich sparen, inkl. Galabauerkosten. Außerdem wird der Sand nicht durch solche Kanteneinfassungen gehalten. Die Realität sagt anderes. Typisch deutsches akkurates Denken. Natürlich geht anders.
Leider habe ich kein vernünftiges Bild, das stehendes Wasser in einer Tunnelröhre zeigt. Ein weiterer Aspekt.





















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