Seilbahnen bedürfen einer klugen Planung. Die Höhe des Startgestells im Verhältnis zum Zielgestell entscheidet über den Spielspaß. Schwung soll schon erreicht werden. Hügel rutschen mit der Zeit gern ab. Hier sind gezielte Maßnahmen erforderlich. Einfach mal andere Blockbeiträge mit der Suchfunktion ansehen.
Maßgebend für eine Seilbahn ist die DIN EN 1176-4.
Aus Umweltgründen würde ich niemals großflächig auskoffern und Sand einfüllen. Das geht nachhaltiger wie auch sparsamer. Das beeinflusst nicht unwesentlich die Kosten der Errichtung.
Guter Rasenboden reicht gemäß Norm als stoßdämpfender Boden aus. GaLaBauer machen hier sicherlich mehr, ist ja ihr Verdienst. Eine schmale Spur wird sich nach kurzer Zeit verhärten, da Rasen weggespielt wird. Das betrifft etwa 1,0 m Breite. Siehe Beispielbild unten.
Weitere Infos und Tipps siehe unten.
Eine Seilbahn ist ohnehin schwierig zu bauen. Voraussetzung: man braucht eine passende Topografie sprich Höhenunterschied zwischen Start- und Zielgestell. Ohne Gefälle eines Geländes wird es schwer, dann muss ein Hügel am Start errichtet werden. Das führt dann zu einer uninteressanten Reisegeschwindigkeit.
Der Huuuiiii-Effekt muss her. Theoretisch sind max 7 m pro Sekunde erlaubt.
Dieses Startgestell hier entspricht der Norm.
Rasenboden würde als Bodenbelag ausreichend stoßdämpfend sein. Allerdings wird er bei nennenswerter Nutzung in ca. 1 m Breite unterhalb des Seils abgenutzt, was zu verhärtetem Oberboden auf Dauer führen wird. Um dieses zu vermeiden wurde hier ein breiter Streifen ausgekoffert und mit Fallschutzsand aufgefüllt. Dieser darf mit Rasen gern zuwachsen. So breit braucht der Streifen nicht sein. HIer kann Geld gespart werden.
Deutlich ist der Streifen zu sehen, der sich verhärtet. Deutlich zu erkennen an der Pfützenbildung.
Hier wurde mit Sand nachgeholfen.
Sehr altes Startgestell. Kann man so machen. Für handwerklich geschickte Selbstbauer.
Gleicher Platz mit neuer Seilbahn 2023. Das Holz hatte die Altersgrenze erreicht.
Gleiches Startgestell zwei Jahre später. Wenn man Rasen wächst und nicht so viel gespielt wird. Dann wächst der Rasen zu. Aber nur bei richtiger Rasenpflege, siehe Link:
https://www.sobotta-sicherheitstechnik.de/2021/02/27/dämpfender-rasen/
Ich liebe Holzhackschnitzel. Hier fehlt eine Vollendung der Muldenform. Ein Minihügel im Verlauf des Fahrweges war zu hoch.
Wenn dem Betreiber die Umwelt wichtig ist. Ein Platz einer evangelischen Kirche - öffentlich zugänglich. Darf gern schmaler sein.
Jedesmal wenn wir zur Prüfung kamen, war Rindenmulch frisch nachgefüllt. Es duftete herrlich. Der Platz wurde inzwischen an anderer Stelle im Ort neu aufgebaut. Robinienholz sollte allerdings direkt im Boden (mit Fundamenten) stehen.
Stahlpfostenschuhe macht man nur bei heimischen Hölzern, die im Boden schnell verrotten würden.
Robinienholz hält im Boden länger als die oberirdischen Teile.
Noch ein Startgestell.
So gehts auch: mehrere Reifen sind längs tief eingebaut.
Hügel am Startgestell. Boden, Sand, Holzhackschnitzel oder Rindenmulch müssen aber in die Reifen immer wieder nachgefüllt werden, damit es keine unnötigen Stolperstellen gibt.
Sicherheitslaufkatze. Geeignete Kette. Meine Lieblingsabhängung, von Kaiser & Kühne aus Eystrup (bei Bremen). Ich mache hier unentgeltlich mal Werbung.
Befestigung am Sitzpilz ist hervorragend zu prüfen. An vielen Abhängungen ist diese Stelle verdeckt. Der Abrieb zwischen Kette und Kettenglied am Sitz können dann nicht geprüft werden. Ist die Ummantelung gerissen, ergibt sich ein starker Abrieb. In Schulen kann dann der jährliche Prüfabstand zu lang sein.
Die Laufspur am Hügel ist zu hart. Wurde bislang leider nicht abgestellt. Ein Prüfer ist für die Umsetzung der Maßnahmen nicht verantwortlich. Rechtlich ist es mir nicht klar, ob es der Bürgermeister der Gemeinde oder der Amtsvorsteher des Amtes ist. Schleswig-Holstein hat knapp 100 Ämter, eine Verwaltungseinheit zwischen Gemeinden und Kreisverwaltung.
Kommentar schreiben