Mundschutz für die Bevölkerung

Vollwertige FFP2-Masken sind solche mit CE-Zeichen mit einer direkt dahinter folgenden vierstelligen Zahlenreihe. Diese gibt das Prüfinstitut wieder. Diese Masken waren im Handwerkerbereich schon immer im Einsatz. Sie helfen natürlich auch gegen Infektionsgefahren. Da die Coronaviren ausschließlich am ausgeatmeten Atem sich anhaften, wird ein Großteil dieser Tröpfchen aufgefangen. Der Träger wird auch gegen Aerosole im Raum gut geschützt. Die Aufenthaltsdauer im virenbelasteten Raum steigt. Bartträger atmen mehr Viren ein.

 

Neu auf dem Markt sind bei uns die KN-Masken, da die vollwertigen FFP2- Masken zeitweise nicht mehr erhältlich waren. Diese Masken sind nicht nach unseren hochwertigen Anforderungen geprüft. Sie haben den gleichen Einsatzzweck wie die vollwertigen FFP2-Masken, sie sollen den Träger schützen. Gleichzeitig wird natürlich auch die Belastung der Umgebung oder des Gegenübers verringert. Da sie kein Medizinprodukt sind, muss man von einer geringeren Wirksamkeit ausgehen. So wie es allerdings in den Medien publiziert wird, sind sie keinesfalls wirkungslos. Sie sind wirkungsvoller als jeder selbstgenähter Mundschutz. Es ist wichtig dabei zu unterscheiden, ob diese KN-Masken von medizinischem Personal im Umgang mit Coronapatienten getragen werden oder von uns in der Öffentlichkeit, z.B. beim Einkaufen. Ich folge da der Meinung von Herrn Prof. Kekulé, dass wir im privaten Bereich über das Ziel hinausschießen und der einfache Mundschutz völlig ausreichend wäre. Umgekehrt gedacht ist dieser aber auch nortwendig. Problem im privaten Bereich ist eher, dass überhaupt kein Mundschutz getragen wird. Ich stelle mir vor, dass bei einem gemütlichen Abendessen mit Freunden (derzeit leider nur eine Person erlaubt) ein Mundschutz getragen werden sollte. Hier ist aber das Übertragungsrisiko, also die Möglichkeit sich gegenseitig anzustecken, riesig. Viel eher als beim Einkaufen, bei der Arbeit oder im gut gelüfteten und spärlich besetzen Restaurant. Also ist halbstündliches Lüften für drei Minuten absolut sinnvoll.

 

Gedankenansätze

  • Das Coronavirus wird durch Tröpfchenübertragung und über Aerosole in der Raumluft weitergereicht. Dazu werden auch feinste Aerosole gezählt
  • Tröpfchen und Aerosole entstehen durch Husten, Niesen, Atmen, Sprechen, Rufen, Schreien und Singen
  • Dem Sprechen wurde in den ersten Monaten der Pandemie viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das Händewaschen und Händedesinfizieren wurde völlig überbewertet. Auch heute wird es immer noch völlig überbewertet
  • Das Sprechen ist ein wirkungsvoller Infektionsauslöser, die Raumluft ein idealer Übertragungsweg, dieses ist inzwischen allen Fachleuten klar. In der öffentlichen Berichterdtattung geht es immer nich unter
  • Tröpfchen und Aerosole entstehen auch bei und nach sportlicher Betätigung durch tiefe Atmung
  • Tröpfchen durch Sprechen sind feiner als beim Husten, halten sich also länger in der Raumluft (unter 5 µm)
  • Feine Tröpfchen / Aerosole mit Coronaviren sollen sich bis zu 3 Stunden in der Raumluft halten. Das ist aber eine reine Vermutung einer Studie. In welchem Zeitraum die Coronaviren von diesen drei Stunden krankmachend sind ist unbekannt.
  • Ein Mundschutz reduziert die Tröpfchen direkt nach vorn zum Gesprächspartner, sie werden seitlich und nach unten besser verteilt. Teilweise wird die Wurfweite nach vorn reduziert. Beim Husten ist der Mundschutz sehr wirkungsvoll
  • Ein Mundschutz reduziert das Risiko für den Träger, wenn er angehustet oder angeniest wird. Tröpfchen des Gesprächspartners werden im eigenen Mundschutz zum Teil abgehalten. Die Augenpartie bleibt ungeschützt
  • Mundschutz ist kein hochwertiger Schutz, reduziert aber deutlich das Risiko im Nahbereich, das gilt für beide Richtungen
  • Schon in den Jahren 1918 und 1919 war der Mundschutz während der Spanischen Grippe eine wirkungsvolle Gegenmaßnahme
  • Mund-Nase-Schutz, sogenannter OP-Schutz mit CE-Kennzeichen, ist wirkungsvoller als der oben angesprochene Behelfs-Mundschutz
  • Atemschutzmaske FFP2 ist wirksamer als der OP-Mundschutz
  • Masken mit Ausatemventil schützen nicht den anderen. Diese Maskenvariante ist nur für den Eigenschutz sinnvoll, also gemäß Tragepflicht in der Öffentlichkeit ungeeignet
  • Mundschutz ist nur zusätzlich zu den üblichen Schutzmaßnahmen wie Abstandshaltung sowie Husten und Niesen in die Armbeuge (und dann gern abwärtsgerichtet und von dem Gegenüber abgewendet) sinnvoll, es ersetzt keinesfalls die einfachen Verhaltensregeln als auch das Lüften

 Stand: 28.06.2021